Montag, 21. November 2011

Verniedlichung der DDR- Diktatur beginnt nach 22 Jahren!

Es war ja nicht alles so schlimm im Arbeiter und Bauernstaat!
Wir hatten satt zu essen. Wir hatten Arbeit. Wir hatten das beste Schulsystem der Welt. Das beste Gesundheitsystem der Welt. Jeder seine individuelle Lebensleistung. Der Zusammenhalt war da. Der Beruf konnte Frei gewählt werden. Es gab ungezwungenen Sex. Kinderfreundlich war der Staat. Wir hatten "Glaubensfreiheit". Individuelle Lebensgestaltung und Planung. Die "Lebensleistung" war unter erschwerten Bedingungen enorm. Diese Aufzählung könnte man beliebig fortführen. Für all jene die sich in der Diktatur "eingerichtet" hatten.
Was in Wirklichkeit im "Arbeiter und Bauernstaat" hinter den Kulissen oder unter der Wasseroberfläche ab lief zeigt die Autorin Heidrun Budde in ihrem Buch: Gestohlene Seelen. Nach einem relativ historisch kurzem Zeitabschnitt mehren sich die Stimmen die vergangene Diktatur zu verniedlichen und zu verklären. Der Mensch vergisst sehr schnell das Leid, die begangen Verbrechen, die endlosen Lügen, den ständigen Vertrauensmissbrauch und den ständig quälenden Zustand seinen Gedanken nicht freien Lauf zu lassen. Nein er denkt nur an das Gute. Auch 2011 möchte der Mensch nur die Guten Dinge vereinen. Der Ruf nach der Vereinigung der "guten Eigenschaften" der beiden Gesellschaftsordnungen wird lauter. Die zweifellos guten Dinge des Kapitalismus mit den zweifellos gut gemeinten Eigenschaften der DDR Diktatur vereinen ? Ich stimme in den Ruf nicht ein. Berufsverbot, hinterhältige Zersetzung, Internierung in der Haftpsychiatrie mit dem Ziel mich lebenslänglich zu bestrafen und auszuschalten ist der Diktatur gelungen. Es ist an der Zeit allen Bürgern Deutschlands die begangenen Menschenrechtsverletzungen der DDR Diktatur aufzuzeigen. Warum wurde meine Stasi-Akte vernichtet ? Warum rehabilitiert mich Deutschland nicht ? Habe ich in der Haftpsychiatrie zuviel gesehen? Wartet man noch Jahre damit meine Täter gestorben sind? Das vereinigte Deutschland drückt sich vor den Antworten! Für eine Demokratie kein gutes Zeichen. Seit 1994 warte ich auf Gerechtigkeit im Rechtsstaat, wieviel Zeit soll noch vergehen? Die Gepeinigten verstehen nicht die Rechtssprechung der demokratischen Gesellschaftsordnung und werden benachteiligt. Täter haben sich dagegen etabliert. Verjährung heißt das Zauberwort.

1 Kommentar:

  1. Hallo Lothar.
    Ich glaubte auch bis ca 1986 nur an das Gute in der ehemaligen DDR.Ich war einige Jahre im Kinderheim und wurde später zu meinem pädophilen Vater geschickt,obwohl seine Neigung bekannt war.Ich klammerte mich an das Gute der DDR,um zu überleben.
    Die Fragen, die du dir stellst,stelle ich mir
    ebenfalls.Bei Recherchen für den Reha-Antrag
    meiner Mutter fand ich Hinweise im Internet, dass die Kommunisten in Westdeutschland von
    der Gesellschaft ausgegrenzt wurden:Sie er-
    hielten weder Wohnung noch Arbeit(1961).
    Somit hatte die unmenschliche Behandlung von
    Andersdenkenden in beiden Teilen Deutsch-lands(DDR und Westdeutschland)stattgefunden. Ich sehe diesen Umgang mit Andersdenkenden als psychologische Folge der Nazi-Zeit.
    Die DDR-Menschenrechtsverletzungen haben politischen Charakter,sind politische Verbrechen.Durch das Rehabilitierungsgesetz
    werden diese Verbrechen jedoch zu einer Privatsache gemacht.Und die Bestrafung der Täter erfolgt nicht.
    Könnte es sein,dass die Regierung fürchtet, dass die Unmenschlichkeit gegen die Kommunisten im ehemaligen Westdeutschland zu Diskussionen führt?Oder will man nur den Geldbeutel des Staates schonen?
    Die Schönfärberei der ehemaligen DDR und die Verleugnung des Psychiatriemissbrauches in der Litaratur sprechen für sich.Davon haben nur die Täter einen Nutzen und die Opfer stehen als Lügner da.
    LG

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