Mittwoch, 4. Januar 2012

Psychiatriemissbrauch in Deutschland 1994- Ex-SED und Stasikader verhindern ihre Enttarnung!!


Politisch Fixiert- Stasi-Sumpf trockenlegen, Anfang 1994 ? Meine Ankündigung, Stasimitarbeiter ihrer gerechten Strafe zu überführen brachte mich im Rechtsstaat erneut hinter Gitter. Die unbekannten ehemaligen MfS-Mitarbeiter brachten mich mit Gerichtsbeschluss in die geschlossene Psychiatrie. Die Aussage vor Gericht lautete: Ich wäre gewalttätig, habe einen Hang zum Größenwahn und bin am besten in der geschlossenen Psychiatrie aufgehoben. Drei "Pfleger" warfen mich mit brutaler Gewalt auf ein Bett. Dort war bereits ein Fünf - Punkt-Fixier - System vorbereitet. Jetzt hielten mich 4 Personen an Armen und Beinen fest. Die 5. Person legte mir zuerst den Bauchgurt an, dann begann er mit den Armen und zum Schluss waren die Beine an der Reihe. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Am nächsten Tag las man mir die gerichtliche Verfügung vor, die ich nicht unterschrieben habe. OMR Dr. Dr. Giermann hatte die Fixierung angeordnet, der gleiche Ober- medizinalrat, der mich 1981 wochenlang im Netzbett fixierte. Er und weiteres Personal aus der DDR - Haftpsychiatrie der 80er Jahre waren mir bekannt. 14 Tage konnte ich mich nicht bewegen. Ich war die gesamte Zeit unterkühlt. Meine Frau und meine 4 Jahre alte Tochter hatten anfangs kein Besuchsrecht. Plötzlich kamen für ungefähr 3 Stunden die Gurte ab. Auf dem Flur kam es zu einem inszinierten Angriff auf mich. Das kannte ich zur Genüge von der Haftpsychiatrie 1981-82. Ich und nicht der Angreifer wurde erneut festgeschnallt. Danach kamen meine Frau und Tochter zu Besuch . Birgit setzte die 4 jährige Lisa auf meinen Bauch. Ich konnte mich nicht einen Millimeter bewegen. Sie fragte: "Papa was machst Du hier?". Das fragte ich mich auch. Ich wurde erneut durch Psychopharmaka ausgeschaltet und mundtot gemacht. Die Stasi-Aufarbeitung sollte mit allen Mitteln verhindert werden. Das war möglich, weil keine Überprüfung des medizinischen Personals durchgeführt wurde. Die "Behandlung" 4 Jahre nach dem Untergang der DDR durch fast das gleiche Personal unterschied sich nicht wesentlich. Einigen "Pflegern" machte das Quälen von Menschen immer noch Spaß. Vor allem Giermann war klar, dass ich ein Augenzeuge der jahrelangen Menschenrechtsverletzungen der DDR- Psychiatrie war. So wurde ich auch "behandelt". Alle ehemaligen Stasimitarbeiter aus meinem engsten Umkreis hatten den Ernst der Situation erfasst. Eine Enttarnung 1994 hätte mit Sicherheit den Abstieg in die Bedeutungslosigkeit zur Folge gehabt. Die Pläne, in oberste Etagen der Wirtschaft sowie des Öffentlichen Dienstes von Deutschland zu gelangen wären wie Seifenblasen zerplatzt. Die Studien des Stralsunder Klinikums über Euthanasie der NS-Zeit finde ich gut. Alle Akten wurden aufgearbeitet, keine vergessen oder ausgelassen. Es ist aber an der Zeit neben dem Schild vor dem ehemaligen Haus 4( Opfer der NS-Zeit) ein zweites Schild( Opfer der DDR Haftpsychiatrie) zu plazieren! Die jüngste Vergangenheit des Psychiatriemissbrauchs in der DDR zu politischen Zwecken fehlt! Warum eigentlich? Zeugen sind vorhanden und haben bereits in Studien z. B.(Beobachtet, verfolgt,zersetzt-psychische Erkrankungen bei Betroffenen nichtstrafrechtlicher Repressionen in der ehemaligen DDR. Autoren: Dr. C. Spitzer, Prof. Dr. H.J. Freyberger) ausgesagt. Auch Dipl. med. Weihs ( Stationsarzt Haftpsychiatrie DDR P4) und OMR Dr. Dr. Giermann( Chefarzt DDR Haftpsychiatrie bis Ende der 90ziger Jahre im Dienst des Hanseklinikums Stralsund), obwohl in alte Bundesländer unbekannt verzogen, könnten als Zeugen der Straftaten und Menschenrechtsverletzungen einiges aussagen. Sie leben noch. Die Akten sind zahlreich im Archiv vorhanden z. B. die Akte von Dipl. med. Weihs. Sowohl die Personalakte als auch die Krankenakte sind im Archiv vorhanden. Er war 1983 erst auf seiner ehemals langjährig geleiteten Station P4, danach auf der offenen Station P6 ein weiteres Jahr Patient. Allein seine Aussage als Hauptbelastungszeuge für begangene Verbrechen an Psychiatriepatienten und an seiner Person rechtfertigen das Einleiten einer Strafverfolgung der Hauptschuldigen, der ehemaligen ärztlichen Leitung des DDR Bezirkskrankenhaus-West. Aufklärung, Transparenz, Wahrheit und Entschuldigung gegenüber noch lebenden Opfern wäre jetzt und nicht nach über 60 Jahren überfällig!!


Kommentare:

  1. Unfassbar! Ich habe Ihren Leserbrief bezüglich der Preisverleihung an Stasi-Rogge gelesen und Ihre Seite aufgesucht.
    Gehen Sie viel weiter an die Öffentlichkeit, hauptsächlich, was die Klinik in Stralsund betrifft.
    Das ist so ungeheuerlich, dass diese Leute noch weiße Kittel tragen dürfen.

    Unfassbar, was in diesem Land von der alten Stasi-Garde verschleiert werden kann.

    Allerdings bedienen sich auch heute gewisse Leute der Psychiatrie, wenn es um eifrige Steuerfahnder geht. Die Psychiatrie wird wohl in jeder Gesellschaft missbraucht, um Menschen, die den Mächtigen zu Nahe kommen, mundtot zu machen.

    Das Ostseezeitung-Blog berichtete auch darüber.

    Ihnen weiter viel Erfolg bei der Aufklärung.

    G. Bieck

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    1. guten Tag,
      ich arbeite in Berlin bei der UOKG als Beauftragte für Heim und Jugendwerkhofkinder und ich finde Ihren Bericht so interessant weil ich weiss das es das gab. Auch ich war aber als Kind schon in der Kinderphsychatrie Herzberge und habe 9 Monate unter Medikamenten gelebt. Auch an das Fixieren kann ich mich noch erinnern wenn wir nicht still auf den Zimmern geblieben sind. Es war auch eine geschlossene Station. Daher wünsche ich mir unbedingt viel Forschung und Aufarbeitung in dieser Sache denn das was Sie und viele andere erlebt haben und die Kinder in den Sonderkombinaten das ist nie wieder gut zu machen... Hier muss man eigentlich vor den Menschen Gerichtshof damit....

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  2. Sie haben gar nichts von der Verhandlung berichtet. Wie lief es denn?

    G. Bieck

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  3. Hallo,
    ich bin dafür,dass die Psychiater/innen für die Folter/ Misshandlungen an den Andersdenkenden/vermeintlichen Staatsfeinden zur Verantwortung gezogen werden und die ganze Wahrheit aufgedeckt wird.Nur so wird eine wirkliche Aufarbeitung möglich.
    Entschuldigungen sind meines Erachtens nicht ausreichend für all die zerstörten Leben.Rehabilitierung ist in meinen Augen nur ein Trostpflaster, dass nur wenige erhalten.Dem Rest wird damit suggeriert,dass es doch nicht so schlimm war.
    Die Länder und Behörden(BStU) sind leider nicht wirklich an einer Aufdeckung interessiert.Denn das könnte der Wirtschaft im Lande schaden.
    Sieht man sich das Strafgesetzbuch an,so wird deutlich, dass Kapitalverbrechen höher bestraft werden,als Verbrechen gegen das Leben und gegen die Gesundheit.Dabei ist es sonnenklar:der Mensch schafft erst das Kapital-demnach ist der Mensch wertvoller.
    Meine Mutter ist auch Opfer der SED-und Stasi-Politik.
    1961/1962 wurde sie zweimal zwangseingewiesen-1962 in Stralsund.Sie wurde mit Elektroschocks,Convulsionen,Insulinschocks gefoltert und mit Psychopharmaka vollgestopft.Eine Zeit wurde sie sogar mit Gewalt gefüttert.Wenn ich das in den Krankenakten lese,muss ich jedesmal weinen.
    Ein Grund für die Zwangseinweisung war,dass sie im Verdacht stand,die DDR verlassen zu wollen.
    Es hatte demnach bereits 1962 in der Psychiatrie Stralsund angefangen,vermeintliche Staatsfeinde mit Elektroschocks etc. zu misshandeln,um sie mundtot zu machen.Die Stasi hatte diese Methode in den darauffolgenden Jahren perfektioniert.
    Eines ist für mich klar: wer Menschen in der Psychiatrie gewaltsam füttert,würde auch Menschen verhungern lassen.
    Ich möchte nicht wissen, wie viele Leichen auf dem Gelände der Psychiatrie seit 1962 verbuddelt wurden.

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    1. Hallo nochmal,
      ich möchte noch einiges hinzufügen.
      Für die Rehabilitierung muss man eine anfechbare Entscheidung haben.Die Landesbeauftragte meinte,ich hätte keinen Erfolg. Ich machte dennoch für meine Mutter und danach für mich einen Reha-Antrag.Ich arbeitete mit dem, was mir zur Verfügung stand.Die Landesbeauftrage wollte für mich Recherchen übernehmen,die BStU formulierte einen Antrag für meine Mutter um,in einen Antrag für mich,ohne mich in Kenntnis zu setzen.Erst nach 8 Monaten kam es ans Licht.Zeit um etwas verschwinden zu lassen,falls vorhanden????Erhalten nur Opfer eine Entschädigung,die das Unrecht eindeutig beweisen können?
      Opfer,deren Anträge abgelehnt werden/wurden,fühlen sich erneut als Opfer.Das Unrecht wird neben paar tröstenden Worten als Bagatelle dargestellt.Und Opfer,die sich erneut als Opfer fühlen, mit dem Gefühl,dass ihr erfahrenes Unrecht eine Bagatelle ist, verspüren nicht mehr den Drang, zu kämpfen.Und da jedes Opfer für sich allein kämpft,ist die Kampfkraft der DDR-Opfer sehr zerstreut und damit gering in der Wirkung.Wenige nehmen Kenntnis darüber und es gerät in Vergessenheit.Aber dieses DDR-Unrecht sollte nie vergessen werden.
      Ich bin sicher, dass viele Opfer diesen Blog regelmäßig lesen.Aber es schreiben nur sehr wenige. Und das find ich schade.

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    2. http://www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Startseite/start.html

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  4. ICH HABE DORT GELERNT , UND ICH KANN DIE KINDER NICHT VERGESSEN , UND ICH KENNE AKTEN , UND DIE KELLER , DEN DRECK , UND MENSCHEN SIND GESTORBEN ,HABEN SICH VOR DIIE ZÜGE GEWORFEN ,ODER DIE REVOLTEN PATIENTEN GEGEN PFLEGER ,WEGEN MISSHANLUNG ICH WAR 17 DDR EUTANASIE

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  5. ICH SEHE IMMER NOCH NOCH DIE KINDER IN STRALSUND , DER GESTANK UND DIE P1- p12 werde ich mein leben lang nicht vergessen ich war später 25 phcüchatrie war in der dder eutanasie ich zitter vor wut ich noch einige die noch leben

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  6. http://www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Startseite/start.html

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